Möchtest du mit deinem Team teilnehmen? Ab drei Personen profitierst du von unseren Gruppenrabatten! Direkt im Shop buchen!

Vom Coding zum Product Engineering: Die neue Arbeitsteilung zwischen Product Owner und Dev

Cutting-Edge Developer bauen sich heute ihr eigenes Team – aus GenAI-Agenten. Sie orchestrieren Claude Code, Cursor und Co., dirigieren die Umsetzung und programmieren damit fünfmal schneller als je zuvor. Aus ihrer Sicht werden sie damit zum Product Owner: "Ich habe mein Dev-Team, ich weiß, was der Kunde will – wozu brauche ich noch jemanden dazwischen?" Von der Spec zur fertigen App, direkt am klassischen Product Owner vorbei. Eine verlockende Zukunftsvision, die gerade die Tech-Welt erobert. Und sie funktioniert – zumindest auf den ersten Blick.

Es zeigt sich aber: Der Developer wird nicht zum Product Owner, nur weil er GenAI-Agenten orchestriert. Ihm fehlt das Produktwissen, die Kundennähe, die fachliche Tiefe. Stattdessen entsteht eine neue Rolle: Der Product Engineer – der Entwickler, der die fachliche Sicht des Product Owners in technische Umsetzung transformiert und dabei KI-Teams dirigiert.

Kein Product-Owner-Ersatz, sondern ein neuer Partner. Doch diese neue Arbeitsteilung steht vor einer Herausforderung.

Was passiert wirklich, wenn sich das Spielfeld in dieser Weise ändert? Bislang war die Softwareentwicklung der Flaschenhals in der Produktentwicklung. "Tolle Idee, aber die Umsetzung dauert Monate." Jetzt löst GenAI dieses Bottleneck auf – was früher Wochen dauerte, ist morgen in Stunden erledigt.
Und damit wird plötzlich sichtbar: Der Product Owner könnte zum neuen Bottleneck werden.

Die zentrale Frage ist nicht mehr "Können wir das bauen?", sondern "Was bauen wir als Nächstes?" – und zwar im Tempo, das GenAI vorgibt. Wenn ein Team plötzlich fünfmal schneller entwickelt, braucht es auch fünfmal mehr validierte Product Ideas. Schaffen Product Owner das?

Vorkenntnisse

  • Grundlegendes Verständnis agiler Produktentwicklung (Scrum, Kanban o. ä.)
  • Kenntnis der Rollen Product Owner und Developer im agilen Kontext
  • Erste Berührungspunkte mit GenAI-gestützten Entwicklungstools (z. B. Cursor, Copilot, Claude Code) hilfreich, aber nicht zwingend
  • Praktische Erfahrung in der Softwareentwicklung oder Produktentwicklung

Lernziele

  • Verstehen, wie GenAI Agents die klassische Arbeitsteilung zwischen Product Owner und Developer verschieben
  • Die Rolle des Product Engineers als neue Schnittstelle zwischen Fach- und Technikseite einordnen können
  • Erkennen, warum der Product Owner zum neuen Bottleneck werden kann, wenn das Entwicklungs-Bottleneck wegfällt
  • Strategien mitnehmen, wie PO und Dev in der GenAI-Ära produktiv zusammenarbeiten, statt sich gegenseitig zu ersetzen
  • Einschätzen können, welche Fähigkeiten auf beiden Seiten neu aufgebaut werden müssen

Speaker

 

Ralf D. Müller
Ralf D. Müller ist Softwarearchitekt mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Branche. Er hat sich auf die Schnittstelle zwischen Softwarearchitektur und effektiver Dokumentation spezialisiert. In den letzten Jahren fokussiert sich Ralf zunehmend auf den Einsatz von GenAI für Softwaredesign und -architektur. Ralf ist außerdem Co-Host des Podcasts "Software Architektur im Stream" und aktiver Blogger zu Themen rund um Architektur, Dokumentation und KI-gestützte Softwareentwicklung.
LinkedIn